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„dein Anschlag ist nur vorteilhafter für uns. Denn5) das wirst du mich nicht glauben machen, dafs Dema-„rat mir nicht wohlwollte; dafür bürgt mir jedes seit„ ner früheren Worte. Wohl mag zuweilen ein Bürger„einen seiner Mitbürger beneiden, und einen verschwie-genen Groll gegen ihn nähren; auch mag es seyn, dafs„ein Mann seinen Mitbürger, der ihn um Rath fragt,„nicht treu behandelt, zumal wenn es kein vorzüglich„wackrer Mann ist; und die sind selten. Ein Freund„hingegen hat das gröfste Wohlgefallen an dem Glücke„seines Freundes, und ertheilt ihm immer den besten„Rath, den er weifs. Und deswegen verlange ich, dals„jeder sich in Zukunft hüte, Böses von dem Demarat„zu reden, weil er mein Freund ist."
235 Hierauf besuchte Xerxes die Leichname der ge-fallenen Lacedämonier, und ihres Feldherrn Leonidas.Als er vernahm, dafs letzterer der König und Befehls-haber der Spartiaten gewesen sey, liefs er ihm den Kopfabschneiden, und den Rumpf ans Kreuz schlagen. Die-se Behandlung dient mir nebst andern Umständen zumsicheren Beweifs, dafs Xerxes vor allen übrigen gegenden Leonidas aufgebracht gewesen, während er nocham Leben war. Sonst würde er seinen Leichnam nichtso abscheulich mifshandelt haben, da die Perser mehrals andere Völker kriegerische Tapferkeit zu schätzenpflegen. Doch ward des Königs Befehl vollzogen.
231) Ich kehre zu dem zurück, wobey ich oben in mei-ner Erzählung stehen blieb. Die Lacedämonier hattenzuerst erfahren, dafs der König einen Feldzug gegenHellas unternehmen würde, darauf Gesandte nach Del-