dann weifs man auch, dafs Epialtes aus diesem Grundedie Flucht ergriff. Uebrigens möchte auch üneLes, ob-gleich er kein Melier war, den Fufssteig gekannt ha-ben, wenn er mit der Beschaffenheit des Landes ver-traut gewesen wäre. Doch Epialtes war es, welcherden Feind über das Gebirge führte, und ihn nenne ichhier als dieses Verbrechens schuldig.
£1 5 Xerxes beschlofs von dem Versprechen des Epial-tes Gebrauch zu machen, und schickte hocherfreut au-genblicklich den Ilydarnes mit der Abtheilung desHeeres, welche dieser anführte, ab. Die Nacht brach
sieben ein, als sie das Lager veiliefsen. *) Sie setztenüber den Asopus, und verfolgten ihren Weg währendder ganzen Nacht, indem sie das Oeteische Gebirge zuihrer Rechten, das Trechinische zu ihrer Linken be-
*) Die Melier, welche die Bewohner des Landes sind, hat-ten diesen Fufssteig entdeckt, und die Thessaler auf dem-selben wider die Fhoceer geführt, welche damals denPafs von Thermopylu durch die Mauer geschlossen undsich auf diese Weise gegen die feindlichen Einfalle ih-rer Nachbarn in Sicherheit gestellt hatten. In der Fol-ge aber zeigte es sich, dafs diese Entdeckung den Me-2*6 liern keineswegs vorteilhaft war. Der Fufssteig hatnachstehende Beschaffenheit. Er beginnt bey dem Stro-me Asopus, welcher die Beigschlucht durchströmt, undführt, wie das Gebirge selbst, den Namen Anopäa; ziehtsich über den Rücken des letztem her, neben der StadtAlpeuus, der ersten im Lokiischen Gebiete, sobald manMelis verliifst, vorbey ; und führt an den MelarnpigischenFelsen und den Situ der Kerkopen, woselbst er amschmälsten ist.