herrscht hatte, und der Himmel äufserst heiter gewe-sen war, das Meer an zu brausen; und es erhuh sichmit einem starken Ostwinde, den die Bewohner dieserGegend gewöhnlich den Hellespontinischen nennen, einäufserst heftiges Ungewitter. Diejenigen nun, die aufdas Steigen desselben achteten , und es der Lage ihrerSchiffe nach thun konnten, kamen seinem Wütheii zu-vor, indem sie die Schiffe auf das Land zogen; undretteten dadurch sowohl diese, als sich selbst. Dieje-nigen aber, welche der Sturmwind auf der See traf,trieb er theils in die Gegend der sogenannten Ipneuam I'elion, theils an das Ufer; viele scheiterten aucban dem Vorgebirge Sepias, so wie andre in der Gegendder Städte Meliböa und Kasthanea zertrümmert wur-den. So fürchterlich wüthete das Ungewitter.»89 Eine Sage behauptet, die Athenienser hätten aufein Orakel, dafs sie ihren Eidam um Hülfe bitten soll-ten, den Boreas angerufen. Denn wie die Hellenen er-zählen, hatte Boreas ein Attisches Weib, die Orithyia,des Erechtheus Tochter, zur Gemahlin; und die Athe-nienser schlössen aus dieser Verbindung von Umstän-den, dafs Boreas ihr Eidam sey. Deshalb brachten siediesem Winde sowohl als der Orithyia, sobald sie aufihrer Station bey Chalkis in Euböa bemerkten, dafs derSturm heftiger wurde, Opfer, riefen sie an, und batensie, ihnen beyzustehen und die Schiffe der Barbaren zuzerstören, wie sie es schon ehemals beym GebirgeAthos gethan hätten. Ob sich der Boreas nun hiedurchbewogen auf die Barbarischen Schilfe stürzte, weifs ichnicht; die Athenienser aber behaupten, er sey es gewe-
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