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Fünftes Kapitel.
Als die Aegineter den Tod des Kleomenes vernahmen, 85schickten sie Gesandte nach Sparta, um den Leutichi-des, ihrer Geifseln wegen, anzuklagen, welche dieAthenienser in Athen zurückhielten. Die Lacedämo-nier setzten darauf ein Gericht nieder, -welches ent-schied: Leutichides hätte die Aegineter mit der gröfs-ten Ungerechtigkeit behandelt; und ihm als Strafe zu-erkannte, dafs er selbst, statt der in Athen zurück ge-haltenen Bürger, den Aeginetern ausgeliefert werdensollte. Als sich aber die Aegineter darauf anschick-ten, den Leutichides wegzufahren, sprach zu ihnenTheasides, des Leoprepes Sohn, ein angesehner Mannin Sparta: „Wie, ihr Aegineter, wollt ihr den König„der Spartiaten wegführen, den euch seine Mitbürger„jetzt ausgeliefert haben? Haben sie ihm gleich diese„Strafe in ihrem Zorn zuerkannt, so nehmt euch in„acht, dafs sie, wenn ihr sie ausführt, nicht ein allver-„derbliches Unglück über euer Land senden."
Als die Aegineter dies hörten, standen sie vonihrem Unternehmen ab, unter der Bedingung, dafsLeutichides ihnen nach Athen folgen tmd die Heraus-gabe der Geifseln bewirken sollte. Sobald Leutichides 86nach Athen kam, foderte er die Männer zurück, dieer den Atheniensern in Verwahr gegeben hatte. Dieseaber weigerten sich sie herauszugeben, unter demyor-