Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
248
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sie Sparta verlassen, voraus, und beschliefsen den Zug,wenn sie zurückkehren. Hundert auserlesene Männerbewachen sie auf diesen Zügen. Bey jedem Feldzugenehmen sie so viel Vieh, als ihnen gefällt'; und vonallen Opferthieren erhalten sie die Felle und denHucken.

Andre Vorrechte geniefsen sie in Friedenszeiten. 57Wird da von Staatswegen ein Opfer gebracht, so setzensich die Könige zuerst zum Male nieder, und erhaltenihren Theil zuerst, und zwar von allem doppelt soviel als die übrigen Gäste. Ihnen kommt es zu, dasOpfer einzuleiten; und sie empfangen die Felle dergeopferten Thiere. An jedem Neumonde, und am sie-benten Tage nachher, gieht der Staat einem jeden eintadelloses Opfer, wie man es dem Apollon bringt, undaufserdem eine Medimne Gerstenmehl, und ein Lako-nisches Viertel Wein. Bey den Kampfspielen habensie ausgezeichnete Sitze. Sie sind es, die nach Will-kühr aus der Zahl der Bürger die I'roxenen bestimmen,und jeder, zwey I'ithier wählen. Diese letzteren sinddie Abgeordneten, welche man nach Delphi schickt,um das Orakel zu befragen. Erscheinen die Königenicht bey einem Gastmale, so schickt man jedem vonihnen zwey Choinixen Gerstenmehl, und eine KotileWein in ihre Wohnung; sind sie aber gegenwärtig,so erhalten sie von allem doppelt so viel als die übri-gen. Gleicher Ehre geniefsen sie, wenn sie von Pri-vatleuten zu Gaste geladen werden. Sie haben dieOrakelsprüche in Verwahr; doch auch die Pithier wis-sen darum.