Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
242
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laut zu bringen. Zuerst bemächtigte sich die Flotteder Insel Thasus, ohne Widerstand zu linden, wäh-rend Mardonius dieMacedonier unterjochte, und durchsie die Zahl der I'ersischen Knechte vermehrte; Dieübrigen Völker, zwischen Macedonien und dem Meere,waren ihnen nämlich schon uriterthati. Von Thasussteuerte die Flotte dem festen Lande zu und bis nachAkanthus, indem sie sich immer an den Küsten hielt.Dann brachen sie wieder von Akanthus auf, um denAthos zu umsegeln. Aber ein Nordwind, der sich mitfurchtbarer Heftigkeit erhol), warf hier eine MengeSchiffe wider den Athos. Man sagt dreyhundert Fahr-zeuge, und mehr als zwey Minaden Menschen scyen,dabey zu Grunde gegangen, da von den letztern vieledurch die Seeungeheuer umkamen, an denen das Meerum den Athos so reich ist; andere an den Felsen zer-schmettert wurden; andere,die nicht schwimmen konn-ten, deswegen; und wieder andere in der Kälte ihrVerderben fanden.

Dies war das Schicksal der Flotte. Mardonius, 45der sich indessen mit der Landmacht in Macedonienaufhielt, ward bey Nacht durch die Briger, einemTlira-cischen Volke angegriffen, verlohr viele Leute undward selbst verwundet. Doch auch die Briger flohendie Fersische Knechtschaft nicht. Denn nun wichMardonius nicht eher aus der Gegend, bis er sieunterjocht hatte; darauf aber führte er sein Heerzurück, weil sowohl die Landmacht durch die Brigerals die Flotte durch den Sturm beym Athos sehr ge-litten hatte.