Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
236
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leus, dem Sohne des Ajax, welcher letztere aus die-sem Gcschlechte der erste war, der sich in Athen nie-dergelassen hatte. Dieser Miltiades safs eben vor derThüre seines Hauses, als die Doloncher vorüber gieri-gen, riet' sie, als er sie an ihrer fremden Tracht undihren langen Speeren für Ausländer erkannte, an undsagte ihnen, fla sie näher traten, sie möchten in seineWohnung- einkehren und seine Gäste seyn. Sie nah-men den Vorschlag an, wurden von ihm hewirthet, undentdeckten ihm darauf den Ausspruch des Orakels, in-dem sie ihn zugleich baten dem Willen des Gottes Ge-nüge zu leisten.

Miltiades hörte sie an und liefs sich um so leich-ter zu ihrem Vorschlage gewinnen, weil ihm die Herr-schaft der I'isistratiden drückte, und er ihr gerne ausdem Wege gehen wollte. Er gieng also gleich nachDelphi, um das Orakel zu befragen, ob er der Bitte derDoloncher Gehör gehen sollte; und als auch die I'ithia 36ihm das nämliche befahl, nahm Miltiades, des Kipse-lus Sohn, der schon vorher bey den Olimpischcn Spie-len den Sieg mit einem vierspännigen Wagen davongetragen hatte, jeden Axhenienser, der ihn auf seinemZuge begleiten wollte, mit, schiiFle unter der Beglei-tung der Doloncher nach dem Chersones, und pah sichim Besitz des Landes. Er sonderte zuerst den Cher-sones von dem übrigen festen Lande ah, indem er aufden Isthmus, von der Stadt Kardia bis nach I'aktiu»eine Mauer zog, damit die Apsinlhier keinen Einfallmehr wagen und ihnen Schaden zufügen könnten. DieseLandenge ist sechs und dreyl'sig Stadien breit, und