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er dem Hermippus: den Brief des Iliitiäus den Leu-ten, an die er gerichtet war, zu übergeben, die Ant-wort der Perser aber ihm zu bringen. Nachdem dieSache sich darauf völlig aufgeklärt hatte, liefs er einegrofse Anzahl Perser in Sardis umbringen.
5 Wahrend dieser Tumult Sardis erfüllte, führten
die Chier den Histiäus, der sich in seinen Hoffnungengetäuscht sah, auf seine eigene Bitte nach Milet. DieMilesier aber, über die Entfernung des Aristagorashoch erfreut, weigerten sich, nachdem sie die Freyheiteinmal gekostet hatten, wieder, einen Tyrannen inihrem Lande aufzunehmen; und als Histiäus daraufeinen Versuch machte, während der Nacht mit Gewaltin die Stadt einzudringen, ward er von einem Mile-sier am Schenkel verwundet. Von seinen Mitbürgernalso vertrieben kehrte er nach Chius zurück, und giengvon dort, als ihm die Chier keine Schiffe geben woll-ten, nach Mitilene. Hier fand er die Lesbier der Er-füllung seiner Wünsche geneigter. Sie bemanntenacht Trieren, schifften mit ihm nach Bizanz, nahmendies zu ihrem Wachtplatz, und bemächtigten sich allerSchiffe, die aus dem Hellespont kamen, nur diejenigenausgenommen, welche dem Histiäus den Gehorsamversprachen.
6 > Indessen erwartete man zu Milet eine grofse feind-liche Macht, sowohl zu Wasser wie zu Lande. Denndie Persischen Feldherren hatten ihre Heere zusam-menstofsen lassen, und giengen nun mit dieser verein-ten Macht und mit Nachsetzung der übrigen Städteauf Milet los. Auf der Flotte behaupteten die I'höni-