Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
218
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gleich mit Einbruch der Nacht von Sardis an das Meerfloh, und den König Darius betrog. Denn er, der ihmversprochen hatte, ihm Sardinien, die gröfste aller In-seln, zinsbar zu machen, ward nun der Anführer indem Kriege, den die Joner wider ihn führten. Er giengnach Chius, und ward dort durch die Einwohner, wel-che ihn für einen Abgeordneten des Darius hielten, derUnruhe unter ihnen zu stiften suchen würde, in Fes-seln gelegt, aber wieder frey gelassen, sobald manden Zusammenhang der Sache erfuhr und in ihm einenFeind des Königs erkannte.

Als die joner darauf den Histiäus fragten, aus 3welchem Grunde er dem Aristagoras so eifrig zugere-det hatte sich wider den König zu empören, und Jö-rnen in so grofses Unglück gestürzt hätte, sagte erihnen, ohne die wahre Ursache zu entdecken: Dariuswäre Willens gewesen, die Phönicier aus ihren gegen-wärtigen Wohnsitzen zu vertreiben, um die Joner nachPhonieren, die Phönicier hingegen nach Jonien zu ver-pflanzen. Deswegen hätte er dem Aristagoras jeneBothschaft geschickt. Dem König war indessen nieetwas ähnliches in den Sinn gekommen; und Histiäussagte es blos, um die Joner zu schrecken.

Hierauf sandte er ein Schreiben nach Sardis an 4mehrere Perser, mit denen er vorher der Verschwörungwegen unterhandelt hatte. Er wählte aber zu seinemBoten den Hermippus, einen Mann aus Atarne, wel-cher den Brief nicht denen, an die er gesandt war, -sondern dem Artaphernes einhändigte. Nachdem die-ser die Lage der Sachen daraus ersehen hatte, befahl