Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
208
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so8

bringen suchen" Darauf antwortete der Diener:.König, ich bin bereit beydes zu thun, oder eines vonbeyden; uiid auf jeden Fall alles, was du mir befeh-len wirst; doch will ich dir sagen, was mir in dei-ner Lage das Beste für dich zu seyn scheint. EinKönig oder ein Feldherr, denke ich, sollte selbstwider Könige kämpfen. Tödtest du einen solchenAnführer, so bringt dir dies grofsen Ruhm; undwiederum tödtet er, was aber nimmer geschehenmöge, dich selbst, so ist es nur die Hälfte des Un-,,glucks, wenn du einem würdigen Gegner unterliegst.Uns, euren Untergebnen, kommt es zu, wider dieandern Untergebnen zu kämpfen. Was das Pferd be-trifft, so fürchte seine Künste auf keine Weise; dennich verspreche, dir, dafs es sich nie wieder gegeneinen Mann aufrichten wird."

So sprach der Waffenträger; und gleich darauf be-112gann die Schlacht zu Lande und zur See. Die Jonerbehielten auf dem Meere die überhand: sie besiegtenan dem Tage die Phönicier; und vorzüglich die Sa-mier bewiesen grofse Tapferkeit. Auch zu Landewurden die Heere, sobald sie einander nahe genug ge-rückt waren, mit einander handgemein. Artibius rittauf seinem Pferde gegen den Onesilus an, und One-silus verwundete, nach der mit seinem Waffenträgergetroffenen Abrede, den Persischen Foldherrn selbst,während der Kavier dem Pferde, sobald es sich erhobund seine Hufen auf des Onesilus Schild setzte, dieVorderfüfse mit dem Schwerdte abhieb. So stürzte

Arti-