Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
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Achtes Kapitel.

Während dies vorgieng, und die Athenienser bey den 97Persern verläumdet wurden, kam der IVIilesier Arista-goras , durch den Kleomenes aus Sparta vertrieben,nach Athen. Denn diese Stadt besafs von allen übri-gen die gröfsle Macht. Er trat vor den versammeltenDemos, sagte dort das nämliche, was er in Sparta ge-sagt hatte, von den Schätzen Asiens, von der Art, wiedie Perser den Krieg führten, dafs sie weder Schildnoch Lanze trügen, also leicht zu besiegen wären, undfügte noch hinzu: es wäre billig, dafs die Athenienser,da sie eine so grofse Macht bildeten, die IVIilesier, ihreAbkömmlinge, beschützten. Es war nichts, was er .ihnen, weil er ihrer Hülfe so sehr bedurfte, nicht ver-sprach, bis er sie überredet hatte. Und es schien hierleichter, eine Menge zu hintergehen als einen einzel-nen Mann, da er den Kleomenes zu Lacedämon nichtnach seinen Wünschen zu täuschen vermocht hatte, undes ihm hier bey drey Miriaden Athenrensern gelang.Das Volk beschlofs, den Jonern auf zwanzig SchiffenHülfsvölker zu senden* und ernannte den Melanthius,einen vortrefflichen Mann aus seiner Mitte, zu ihremBefehlshaber. Diese Schiffe waren für die Barbarenund Hellenen der Ursprung des Unglücks.

Aristagoras schiffte nach Milet zurück, und unter-98nahm bey seiner Ankunft dort etwas, was ihm zwar