Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
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189
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ten nach Athen zurück zu führen, und ihm dort wie-} ,der zu gaben, was wir ihm genommen haben.''92 So sprachen die Lacedaiuonier; und dem gröfsten

Theil ihrer Bundsgenossen gefiel die Rede nicht; abersie schwiegen, und nurSosikles vonKorinth ergriff dasWort, und sprach:

a .Wahrlich! der Himmel mufs sich unter der Erde,,wölben, und die Erde über dein Himmel schweben,die Menschen müssen ihre Nahrung in den Meerensuchen, und die Fische dort, wo ehemals die Men-schen, wenn ihr, ihr Lacedaiuonier, euch rüstet, dieGleichheit der Rechte in den Staaten aufzuheben, umdie Tyranney dort einzuführen; da nichts ungerech-teres und nichts grausameres unter den Menschen be-stehen kann als eine solche Verfassung. Schien eseuch vortheilhafter für die Städte, wenn sie durchTyrannen beherrscht würden, so möchtet ihr euch zu-erst einen gegeben haben, und demnächst den übrigenzu geben suchen. Nun aber habt ihr selbst dieseHerrschaft nie gekostet, tragt ängstlich Sorge, dalsj,nie ein Tyrann in Sparla aufstehen möge; und wollteure Bundsgenossen diesem Unglück l'reis geben.Wahrlich, hättet ihr es selbst erfahren, wie wir, ihrwürdet die Sache mit gröfserer Weisheit heurtheilen."

b.Denn in Koiinth, fuhr Sosikles fort, war dieRe-gierungsform oligarchisch, und die sogenannten Ba-chiaden beherrschten die Stadt. Die Töchter undSöhne dieses Stammes verheyratheten sich blos untereinander. Amphion aber, einer von ihnen, hatte einej,Tochter, Labda genannt, welche hinkte und deswe-