iQo
„zur Seite "stehen, und das Loos 'des Krieges gernemit uns theilen; warum sollten wir diese noch darum„ersuchen? Nein, dies ist es nicht, was das Orakel„will."
Während sie dies noch überlegten, sprach ein Klü- 80gerer: „Ich glaube den Sinn des Götterspruchs zu fas-sen ; Asopus hatte, wie man sagt, zwey Töchter, die„Thebe und Aegina. Da diese Schwestern waren, sol-„len wir, glaube ich, nach dem Willen des Gottes„die Aegineter bitten uns beyzustehen." Und augen-blicklich schickte man, da keiner eine bessere Mey-nung an den Tag zu legen hatte, Gesandte nach Aegina,um die Aegineter aufzulodern, ihnen dem Güiterspruchgemäfs Hülfe zu leisten, weil sie ihre Nächsten wären;und diese versprachen ihnen als Beystand die Aeacidenzu senden. Als aber die Thebaner den Krieg, im Ver- 8»trauen auf die Hülfe der Aeaciden, begannen, erlittensie durch die Athenienser eine grofse Niederlage; sieschickten darauf die Aeaciden nach Aegina zurück, undfoderten Männer, um mit ihnen zu kämpfen.
Die Aegineter, gereitzt durch ihre grofse Wohl-habenheit und durch den alten Hafs, welchen siegegen die Athenienser hegten, griffen dieses Volk, alsdie Thebaner sie um Beystand baten, an ohne denKrieg sogar nur erklärt zu haben. Denn nach derAuf-fodrung derBöoter schifften sie in grofsenSchiffen nachAttika, verwüsteten dort 1'lialerus nebst vielen andernan das Meer grenzenden Districkten, und fügten denAtheniensern grofsen Schaden zu.