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Sechstes Kapitel.
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78 Immer mehr hob sich die Macht der Athenienser; undsie bewiesen es nicht nur bey einem, sondern beyjedem Vorfall, welch eine herrliche Sache eine aufdie Gleichheit der Rechte gegründete Verfassung ist.Denn so lange die Athenienser unter der Herrschafteines Tyrannen standen, zeichneten sie sich vor kei-nem benachbarten Volke in ihren kriegerischen Unter-nehmungen aus. Aber kaum waren diese vertrieben, sowurden sie bey weitem die ersten; zum offenbaren Be-weise , dafs sie feige blieben, so lange sie als Knechtefür einen Herrn ihre Kräfte aufboten; ein jeder abernach Erhaltung der Freyheit für seinen eigenen Vor-theil beschäftigt war.
79 Die Thehaner, die sich an den Atheniensern zurächen wünschten, schickten nun eine Gesandtschaftan den Apollon; und die Fithia gab ihnen zur Ant-wort: sie für sich allein waren zu schwach, um dieRache auszuführen; sie sollten die Sache vor das Viel-stimmige bringen, und von ihren nächsten Nachbaren.Hülfe begehren. Bey ihrer Zurückkunft legten die Ge-sandten den Götterspruch dem versammelten Volke vor;als die Thebaner hörten, dafs sie von ihren nächstenNachbaren Hülfe fodern sollten, sprachen sie: „Sind„nicht unsre nächsten Nachbaren die Tanagräer, die„Koronäer und Thespier, welche uns immer im Kampf«
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