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Fünftes Kapitel.
-Auf solche Weise waren die Athenienser von ihren.Tyrannen befreyt worden. Was sie denkwürdiges ge-than oder erdvddet haben, hevor Jonien sich wider'den Darius empörfe', und Ariütagoras von Milet nachAthen kam, utn Beystand von ihnen zu erhalten, dieswill ich nun zunächst erzählen.
Athen, schon vormals grofs, ward mächtiger noch 66jetzt, nachdem die Tyrannen vertrieben waren. ZweyMänner standen dort vor allen andern im Ansehen:Kleisthenes, ein Alkinäonide, der der Sage nach diel'ilhia bestochen haben soll; und Isagoras, des Tisan-ders Sohn, aus einem angesehenen Hause, dessen Ur-sprung ich dennoch nicht näher angeben kann. SeineStammverwandten opfern aber dem Dis Karius. —Diese beyden Männer stritten um die höchste Gewalt;Kleisthenes zog dabey den kürzern, erwarb sich aberdie Gunst des Volks, und theilte in der Folge dieAthenienser, welche bisher aus vier Stämmen bestan-den hatten, in zehn. Er hob nämlich ihre bisherigeBenennung nach den vier Söhnen des Jon, welche Ge-leon , Aegikoras, Argas und Iloples hiefsen, auf, undsetzte die Namen von andern, bis auf den Aiax nach,durchgängig vaterländischen Helden an ihre Stelle.