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2 (1799)
Entstehung
Seite
163
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ches ihm sein Unglück genau vorher sagte, und warddarauf vom Aristogeiton und Harmodius, heyde ausdem Geschlechte der Gephiräer, umgebracht. Dochward Athen auch nachher noch, nur in geringeremMafse wie zuvor, vier Jahre lang tyrannisch be-herrscht.56 Folgendes war das Gesicht, welches Hippias im

Traume sah. In der Nacht vor dem Feste der Pana-thenäen glaubte er einen grofsen, schön gebildetenMann zu erblicken, der ihm folgende räthselhafte Wor-te sagte:

Dulde nun Low', uncrduldliclies leidend, mit duldsa-mem Geiste.

Keiner der ungerechten entflieht des Frevels Ver-geltung."

Sobald der Tag angebrochen war, theilte er dieseRede den Traumdeütern mit, erklärte dann, dafs erihn nicht auf sich beziehen wolle, und begleitete denZug, bey dem er das Leben verlohr.

Die Gephiräer, aus deren Geschlecht die Mörderdes Hipparcbus stammten, waren, wie sie selbst sagen,ursprünglich Eretrier; wie ich aber bey meinem eignenNachforschungen gefunden habe, gehören sie mit zuden Phöniciern, die mit dem Kadtnus in das nun sogenannte Böotien kamen, und dort die Landschaft Ta-nagria bewohnten, die ihnen durch das Loos zugefal-len war. Als die Kadmeer darauf von den Argivern,und die Gephiräer nachher von denBöoticrn vertriebenwurden, wandten diese sich nach Athen, und dieAthe-nienser nahmen sie auf die Bedingung, dafs sie gewisse,

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