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2 (1799)
Entstehung
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155
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auf nach Delphi, um das Orakel zu fragen: oh er dasLand, nach welchem seine Farth gerichtet seyn sollte,in Besitz nehmen würde; und die Pithia antworteteihm: es würde ihm gelingen. Dories nahm also die-selben Begleiter, welche er nach Labien geführt hatte,und sie fuhren an der Italischen Küste hinauf.

44 Um die nämliche Zeit, erzählen die Sibariten, hät-ten sie unter ihrem Könige Telis gegen Kroton zuFelde ziehen wollen. Die Krotoniaten hätten vollerFurcht -den Dories gebeten: er möchte ihnen boyste-hen, und Dories hätte ihnen ihre Bitte gewährt. Erwäre mit ihnen gegen Sibaris gezogen, und die Stadtdurch ihn und die Krotoniaten zugleich erobertworden.

Dies soll Dories und seine Gefährten, der Erzäh-lung der Sibariten nach, gethan haben. Die Krotonia-ten hingegen behaupten: sie hätten keinen fremdenBeystand in dem Kriege gegen die Sibariten gehabt,ausgenommen den Kallias, aus dem Geschlechte derJamiden aus Elis, und dieser wäre zu ihnen gestofsen,nachdem er dem Telis, dem Tyrann der Sibariten, ent-laufen, da er ihm keine günstige Zeichen für seinenZug gegen Kroton aus den Opfern habe verkündigenkönnen.

45 Beyde Städte erzählen folgendes als Belege derWahrheit ihrer Aussage. Die Sibariten sagen: es be-fände sich ein heiliger Platz und eine Kapelle unferndem seichten Bache Krastis, welchen Dories derAthene mit dem Beynamen Krastia nach der Erobrungihrer Stadt geweyht hätte. Als den kräftigsten Beweis