Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
148
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reitet fand, und vier Monate lang ohne Erfolg bela-gerte. Als nach dem Verflufs dieser Zeit die Perseralles Geld, was sie mit gebracht hatten, zu Ende gehensahen, und auch Aristagoras schon grofse Summen hin-gegeben hatte, die Belagerung aber immer mehr er-heischte, bauten sie den Verbannten auf der Insel eineVeste, kehrten selbst aber an das feste Land zurück,und das ganze Unternehmen nahm diesen schlechtenAusgang.

Aristagoras wufste nun nicht, wie er dem Arta-35phernes sein Versprechen halten sollte: ihn drücktendie Kriegskosten, welche man von ihm verlangte; erfürchtete sich auch, weil das Heer unverrichtetersachehatte zurückkehren müssen, und sah sich über allesdies durch den Megabates verläumdet, als ob er dieHerrschaft von Milet an sich zu reifsen gedächte.Jeder einzelne dieser Umstände war ihm schon schreck-bar; und, er beschlofs eine Empörung. Denn es trafsich, dafs Histiäus ihm zu der nämlichen Zeit einenSklaven sandte, auf dessen Kopf er solche Zeichen ge-setzt hatte, die ihm die Empörung wider den Königbefahlen. Histiäus nämlich hatte dem Aristagoras diesbedeuten wollen, und, weil alle Strafsen mit Wachenbesetzt waren, nur folgendes Mittel gefunden, um zuseinem Zweck zu gelangen. Er schor seinem treuestenSklaven das Haupt, setzte auf dieses die nöthigenZei-chen, und behielt ihn darauf bey sich, bis die Haarewieder, gewachsen waren. Sobald dies geschehen,schickte er ihn gleich nach Milet, ohne irgend einen