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3 9 Bey diesem Anblick hielt sich Amintas, so sehr
er ihn auch schmerzte, aus Furcht vor den Perserndennoch ruhig. Alexander eher, sein Sohn, der nochein Jüngling und der Widerwärtigkeiten des Lebensunkundig war, konnte sich bey diesem Befragen, wel-ches er vor seinen Augen sah, nicht halten, undsprach voller Unmuth zum Amintast „Weiche deinem,, Alter, mein Vater, üherlafs dich dem Trünke nicht,,,sondern höre auf und entferne dich. Ich bleibe hier,,,und werde unsere Gasle mit allem versorgen, was,,sie bedürfen." Amintas, der aus diesen Wortensah, dafs Alexander eine raschere That im Schildeführte, sprach: „Mein Sohn, deine Worte sagen mir,„dafs du, von heftigem Zorn entbrannt, mich nur in„der Absicht enlfernen willst, um eine rasche That„auszuführen. Ich bitte dich aber, nichts Böses wider„diese Männer zu unternehmen, damit du uns nicht in„das Verderben stürzest, sondern bey allem, was du„sehen wirst, ruhig zu bleiben. Uebrigens will ich„deinem Käthe nachgehen und mich entfernen."
Co Sobald sich Amintas unter diesen Worlen wegbe-
geben hatte, sprach Alexander zu den Persischen Ge-sandten: „Diese Weiber stehen euch gerne zu Dien-sten, ihr Freunde; ihr mögt sie nun alle oder nur„zum Theil geniefsen wollen, erklärt euch nur dar-„über. Doch jetz^t, da die Zeit der Buhe schon kam,„und ich sehe, dafs ihr der Trunkenheit nahe seyd,„wollen wir sie, wenns euch lieb ist, gleich in das„Bad schicken. Gebadet sollt ihr sie wieder erhal-lten." Da die l'erser hierein willigten, hiefs er die