Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
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In Ansehung der Güte des Bodens darf Libien,ig8glaube ich, weder mit Europa noch Asien verglichenwerden; die einzige Landschaft Kinips, welche vondem Flusse Kinips ihren Namen erhalten hat, ausge-nommen. Diese ist dem besten Kornlande an die Seitezu stellen, und gleicht durchaus nicht dem übrigenLibien. Denn der Boden ist hier schwarz, und wirddurch Quellen bewässert. Das Land leidet wederdurch übermäfsige Dürre, noch durch einen Ueberflufsan Regen, (denn in diesen Theilen von Libien regnetes) Die Ergiebigkeit des Bodens kommt der des Eabi-lonischen gleich. Auch der Boden der Euespeiiden istgut, und giebt in den besten Jahren die Einsaat wohlhundertfaltig wieder, das Land Kinips aber dreyhun-dertfältig.

Die Landschaft. Cirene, die höchste Gegend Li-igo,biens, die von Nomaden bewohnt wird, hat drey derBewundrung werthe Jahrszeiten. Denn zuerst reifendie Fruchte an der Meeresküste , und werden dann ge-sammelt. Ist hier die Arbeit vollbracht, sc^ ruft dermittlere, an die Seeküsten grenzende Tlieil des Lan-des, den man die Hügel nennt, zur Erndte; und istauch diese vollendet, so sind die Früchte der höchstenGegenden gereift, und wollen nun zuletzt eingeführtwerden; so dafs die Ciren'aer acht Monate lang durchdie Erndte beschäftigt werden.