Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
123
Einzelbild herunterladen
 

-von Menschen, die dort wohnen. Wenn sie dahin kom-men und ihre Waaren ausgeladen haben, [legen sie sieder ReiLe nach auf das Ufer des Meeres hin, steigendann wieder in ihre Schiffe , und machen Rauch. So-bald die Eingebornen diesen sehen, kommen sie an dasMeer, legen Gold für die Waaren hin, und entfernensich ; dann verlassen die Karchedonier ihre Schiffe wie-' der, betrachten das Gold, nehmen es, wenn es denWerth der Waaren aufzuwiegen scheint, weg, undverfassen das Land. Sollte es dies aber nicht, thun, sobesteigen sie von neuein ihre Schiffe, und hallen sichdort, ruhig; jene kommen dann wieder hervor, und legenso lange Gold zu bis sie die Karchedonier zufriedengestellt, haben. Keine von heyden Fartheyen, behaup-ten diese, erlaube sieh bey diesem Handel den minde-sten Frevel; denn sie nähmen niemals etwas von deinGolde, bis es dem Werthe der Waaren gleich käme, undvon der andern Seite nähme man die Waaren nichteher, bis sie das Gold weggetragen hätten.ig7 Diese bisher genannten Libischen Völkerschaftensind alle, welche ich aufzuzählen weifs; und von diesenachteten damals so wohl wie nun die meislen sehrwenig auf den Mederkönig. Doch will ich noch inAbsicht dieses Landes erinnern, dafs es eigentlich vonvier Völkern, und, so viel wir wissen, von nicht meh-reren bewohnt wird. Zwey von diesen, die Libier undAelhiopen, sind Eingeborne, und die ersten bewohnenden nördlichen, die andern den südlichen Theil desLandes. Die beyden fremden Völker, welche sich erstspäter dort niedergelassen haben, sind die Phönicierund Hellenen.