Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
118
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ihre Wohnungen aus Salzblöcken, weil es in diesemTheile von Labien schon gar nicht regnet. Denn solltees regnen, so würden die Salzmauern nicht halten.Man gräbt hier sowohl weifses Salz als purpurrothes.Südlich über diese Hügel hinaus, gegen das innere vonLabien, ist das Land wüste und wasserlos, hat weder*üiiere, noch Regen, noch Holz, ja, nicht einmalfeuchte Dünste.

Von Aegipten bis an den Tritonischcn See sindiSödie Libier also Nomaden, welche Fleisch essen undMilch trinken; auch essen sie gleich den Aegiplernkeine Kühe, und ziehen Iceine Schweine. Kühe dürfenauch die Cirenäischen Weiber nicht essen, weil siedie Aegipüsche Isis verehren. Denn sie halten Fastendieser Göttin wegen, und feyern ihre Feste. Die Wei-ber der Barkäer versagen sich aufser dein Kuhfleischauch alles Schweinefleisch.

Die Libier, welche an der westlichen Seite desiSyTritonischen Sees /eben, sind keine Nomaden mehr,haben andre Gebräuche, und behandeln auch ihre Kin-der nicht so wie diese. Denn die Labischen Noma-den, ob alle kann ich nicht gewifs sagen, aber eingrofser Theil thut es, brennen, sobald ihre Kinderdas vierte Jahr erreicht haben, die Adern auf der Schei-tel mit Schafkoth. Einige unter ihnen brennen auchdie Adern am Schlaf; und zwar geschieht es alles, da-mit die Feuchtigkeit, welche während der ganzen Le-benszeit vom Kopfe heraufliefst, ihnen nicht schädlichwerden möge. Sie sagen: dieser Gebrauch sey dieUrsache ihrer so aufseist dauerhaften Gesundheit. Denn