Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
115
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das Kind am ähnlichsten sieht, der wird für dessenVater gehalten.181 Ich habe jetzt alle Völkerschaften der nomadisiren-den Libier, welche an das Meer grenzen, aufgezählt.Ueber diesen mehr Landeinwärts beginnt die LibischeWildnifs, und wo diese aufhört, erhebt sich eine Reihevon Sandhügeln, die sich von Theben in Aegipten bisan die Herakleischen Säulen erstreckt. Auf diesen Ge-hürgen findet man , in heynahe gleichen Zwischenräu-men von etwa zehn Tagereisen, Salzhügel, welche sichmit grofsen Massen dort angesetzt haben; und auf derHöhe eines jeden solchen Hügels entspringt mitten ausdem Salze eine kühle, sül'se Quelle. Rund umher woh-nen Menschen, die nächsten Nachbaren der Wüste;denn dies Land liegt noch südlicher als die Wildnisse.Das erste dieser Völker, welches zehn Tagereisen weitvon Theben entfernt lebt, ist das der Ammonier, dieihren Tempel dem Thebaischen Dis zu Ehren erbauthaben; denn schon früher habe ich gesagt, dals auchzu Theben die Bildsäule des Dis einen Widderkopfhat. Bey diesen Ammoniern findet man auch das Was-ser von noch einem andern Quell, welcher gegen Mor-gen lauwarm, um den Vormittag kühler und um denMittag äufserst kalt ist, so dafs man um diese Zeit dieGärten damit begiefst. Je mehr der Tag sich aberneigt, je mehr läfst das Wasser von seiner Kälte nach,bis es gegen Sonnenuntergang wieder lau, und je mehrdie tiefere Nacht herannaht, immer wärmer wird, bises endlich um Mitternacht sprudelnd kocht. Istdiese vorüber, so kühlt es sich wieder ab bis zur Mor-

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