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Neuntes Kapitel.
iGSBeginnt man bey Aegipten, so wohnen die Libier iafolgender Reihe neben einander. Zunächst an Aegip-ten grenzen die Adirmachiden, die in ihren Sitten mitden AegipLern gröfstentheüs übereinstimmen, sich aberkleiden wie die übrigen Libier. Ihre Weiber tragenum beide Beine einen ehernen Ring;: ihr Haare lassensie lang wachsen, und von allen diesen Volkern sindsie die einzigen, die ihre Läuse zerbeifsen, ehe sie siewegwerfen; auch sind sie die einzigen, welche dem,Könige alle Mädchen, die sich verheyralhen wollen,vorzeigen. Welche von diesen ihm dann am vorzüg-lichsten gefällt, der löst er zuerst den jungfräulichenGürtel. Die Adirmachiden erstrecken sich von Aegip-
iGuien aus bis an den Hafen l'linus. An diese grenzendie Giligammer, und bewohnen das Land gegen Abendbis an die Insel Aphrodisias. Zwischen heyden aberliegt die Insel I'latea, auf welcher die Cirenäer sichniedergelassen hatten. An dem festen Lande siehtman iden Hafen des Menelaus nebst dem von Aziris,wo die Cirenäer sich ebenfalls niedergelassen hatten,und an welchen der Silphische Meerbusen sich an rreihet. Denn dieser erstreckt sich von der InselI'latea bis an die Sirtis. Die Giligammer gleichenin Absicht ihrer Sitten den übrigen Libischen Völker-schaften.