Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
72
Einzelbild herunterladen
 

7g

gcres Schicksal treffen. Kommt doch der Perser nichtminder zu euch als zu uns; und wahrlich, e,r wirdnicht so genügsam seyn, euer zu schonen, wenn eruns einmal unterjocht hat, wovon euch auch folgen-des zum kräftigen Beweise dienen kann. Hatte derPerser allein seinen Feldzug gegen uns unternommen,um sich wegen der frühern I^nterjochung seines Lan-des an uns zu rächen, so hatte er, ohne irgend einandres Volk zu beunruhigen, zu uns kommen müssen;denn dadurch allein würde er bewiesen haben, dafssein Heereszug die Scilhen und kein anderes Volkgelte. Nun aber hat er gleich bey seinem Eintritt indiesen Welttbeil jedes Volk, welches ihm sich zeigte,unterworfen; und auf diese Weise schon sowohl dieübrigen Thracier, als auch unsre nächsten Nachbarn,die Geten, unter seine Bothmäfsigkeit gebracht."

Auf diese Erzählung der Scithen berathschlagtenuo,sich die Könige der übrigen Völker, welche dort zu-sammen gekommen waren, und fanden sich in ihrenMeynungcn getheilt. Die drey Könige der Geloner,Budiner undSauromalen versprachen, auf gemeinschaft-liche Verabredung, den Scithen beyzusteben; die Kö-nige der Agathirser, der Neurer und Androphagen,nebst denen der Melanchlainer und Tnurer hingegenertheilten den Gesandten folgende Antwort:Hattetihr die Perser nicht zuerst beleidigt und den Kriegselbst angefangen, so würden wir eure Bitte billigfinden, und euch, wenn ihr wie nun zu uns kämt, .erhören und Hülfe leisten. Jetzt hingegen seyd ihrohne uns in das Land der Perser eingefallen, habt siö