Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
69
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»,Wir haben Eltern, wir haben Vermögen; 'diese Le- <,,bensart mögen wir nicht länger fortsetzen, sondernwollen uns mit dem übrigen Theile des Volkes wie-der, vereinigen , und mit diesem zusammen wohnen.Aber euch wollen wir als Gattinnen behalten, undLeine andre nehmen." Darauf sprachen die Amazo-nen:Wir können nicht unter euern Weihern wohnen,denn unsre verschiednen Sitten trennen uns von ihnen.Wir führen Bogen und Wuifspiefs, reiten und ver-stehen keine weibliche Arbeit; eure Weiber hingegentlmn nichis von allem diesen, sondern betreiben ihreweiblichen Arbeiten, bleiben immer auf ihren Wagen,und gehen weder auf die Jagd noch sonst wohin. Wirsind also in jeder Rücksicht von ihnen verschieden.Wollt ihr uns aber wirklich zu Weibern haben, undthun was recht ist, so begebt euch zu euern Eltern,,,nehmt einen Theil von ihrer Habe, und kommt dannwieder, damit wir getrennt von ihnen wohnen."

115 Die Jünglinge liefsen sich dies gefallen, giengenhin, und erhielten den Theil der Habe, der ihnen zu-kam. Als sie darauf aber zu den Amazonen zurückka-men , sprachen die Weiber zu ihnen:Uns ergreiftFurcht und Sorge bey dem Gedanken, dafs wir diesesLand bewohnen sollen, nachdem wir euch eurer Väterberaubt und die ganze Gegend verheert haben. Darum,da ihr uns einmal zu Weibern habt nehmen wollen,so folgt unserm Ilathe, lafst uns dies Land verlassen,über den Tanais gehen und dort wohnen."

116 Auch hierin willigten die Jünglinge, zogen mitihnen über den Tanais, und liefsen sich in einer glei-