Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
67
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Wufsten, -waren sie, nachdem sie die Männer erschla-gen hatten, genöthigt, sich der Führung der Welleund des Windes zu überlassen, und gelangten aufdiese Weise an den Maotischen See zu den Kremmern,die noch in dem Lande der freyen Scithen wohnen.Sie stiegen hier ans Land, und begaben siel liefer indie bewohnten Gegenden, wo sie zuerst auf eineIleerde l'ferde stiefsen , die sie wegnahmen und nunberitten das Eigenlhum der Scithen plünderten.

m Die Scithen konnten sich indessen den Vorfallnicht erklären, da sie weder das Volk, noch die Spra-che, noch Kleidung kannten und durchaus nicht wufs-ten, wo sie möchten hergekommen seyn. Sie stelltensich vor, es wären Männer von ungefähr gleichemAlter. Als sie aber wider sie zu Felde zogen undsich einiger Leichname, derer die in den Gefechtengefallen waren, bemächtigten, erkannten sie sie fürWeiber. Nun beschlossen sie, dieselben durchaus nichtmehr zu tödten. Vielmehr machten sie aus, eine glei-che Zahl von ihren Jünglingen gegen sie auszuschickenund sich in ihrer Nähe lagern zu lassen. Alles, wassie die fremden Weiher thun sähen, sollten diese auchthun; wenn sie aber von ihnen verfolgt würden, soll-ten sie nicht fechten, sondern gemach vor ihnen fliehen;und wenn jene von der Verfolgung abliefsen, sichihnen wieder nähern.

Dies beschlossen die Scithen, weil sie Kinder von

naihnen haben wollten. Die abgeschickten Jünglingethaten, was man ihnen aufgetragen hatte; und als dieAmazonen sahen, dafs sie nicht gekommen waren, um

Es