Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
63
Einzelbild herunterladen
 

*5

nach Tarent abgeschnitten und dieses Vorgcbürtre voneinem andern Volke, als von den Japigiern bewohntwurde. Diese beyden Beyspielc sind einander unge-mein ähnlich; und grade so ist die Lage von Taurien.100 Von Taurien an bewohnen die Scithen das Landüber dem Taurischen Chersones, an den Küsten desöstlichen Meeres hinauf, im Westen des BosporusKimmerius und des Maotischen Meeres, bis an denTanais, der sich in den Winkel jenes Meeres ergiefst.Geht man aber vom Ister hinauf Landeinwärts, sofindet man Scithien zuerst durch die Agathirser be-grenzt; dann durch die Neurer; demnächst durch dieAndrophagen, und zuletzt durch die Melanchlainer.101 Von dem Viereck, welches Scithien bildet, stofsenzwey Seiten an das Meer; zwe.y Seiten an andre Län-der; und die Land- und Meergrenzen sind einanderan Gröfse gleich. Denn vom Ister bis an den Boristhe-nes hat man «inen Weg von zehn Tagereisen; eben soviel vom Boristhenes bis an den Mäotischen See; undzwanzig Tagereisen von dem Meere bis zu den Me-lanchlainern, welche über den Scithen wohnen. DioLänge von Scithien, wenn man es quer durchschnei-det, wird also viertausend Stadien betragen, und ebenso viel seine Breite vom Meere an Landeinwärts *).103 Unter den in jenen Gegenden wohnenden Völkernfindet man bey den Tauviern folgende Sitten. Sieopfern der Jungfrau die Schiffbrüchigen und alle Helle-

*) Den .5. 102 des Textes suche zu Anfang des siebentenKapitels der Ucbersctzung.

N,1 chr. des Ueb ersetz.