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2 (1799)
Entstehung
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schneit. Im Sommer aber schmilzt die wahrend desWinters gefallne entsetzliche Menge Schnee, und alledies Sclmeewasser strömt dem Ister zu. Dadurch mulsder Strom anschwellen; und das um so mehr, weil umdiese Zeit in jenen Ländern, wie gewöhnlich, vielRegen fallt. Demohnerachtet aher mufs die Gröfse desStroms sich auch nun ungefähr gleich bleiben, weil dieSonne im Sommer mehr Wasser an sich zieht als imWinter, und durch diese Wechselwirkung das vorigeVerhältnifs erhalten wird.

5 1 Auf deri Ister, den ersten Strom in Scillaen, folgtder Gires, der im Norden aus einem grofsen See ent-springt, welcher Scithien von Neuris trennt. An sei-ner Mündung wohnen Hellenen, die man Tiritennennt.

52 Der dritte Flufs ist der Hipanis. Dieser ent-springt im Scithischen Lande aus einem grofsen See,dessen Ufer wilde weifse Pferde bewohnen, und dermit Recht die Mutter des Hipanis genannt wird. Vondiesem Ursprünge fliefst er eine Strecke von fünf Ta-gereisen zu Wasser als ein unbeträchtlicher Strom mitsüfsem Wasser; die übrigen vier Tagereisen aher bisan das Meer ist er schrecklich bitter. Denn es er-giefst sich in ihn eine kleine, so äufserst bittre Quelle,dafs sie trotz ihrer Kleinheit den ganzen Hipanis, derunter vielen Strömen doch noch grofs genannt werdendarf, mit seiner Bitterkeit ansteckt. Diese Quelle ent-springt auf den Grenzen der pflügenden Scithen undder Alazonen, und diese Gegend heifst in ScilhischerSprache Exampäus, welches in der Griechischen soviel

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