und sich mit dem Ister vereinigen; sie keiften Adas,Auras und Tibesis. Eben so ergieften sich der Athris,JNoes und Artanes, welche durch Thracien und dasLand der thracischen Krobizer flieften, in den nämli-chen Strom; und so auch der Kios, der auf dem Rho-dopes im Päonerlande entspringt, und mitten durchdas Hämusgebirge strömt. — Aus Ulirien kommt derAngrus, durchströmt die Triballischen Gefilde, undergielst sich in den Brongus , der sich wieder mit deinIst er vereinigt; so dafs dieser Strom auch jene beydengrolsen Gewässer aufnimmt. Ja sogar der Karpis undAlpis, Ströme, deren Quellen in dem Lande oberhalbden Ombrikern entspringen, stürzen sich in den Ister.LVim dieser Fluft, der unter den Kellen entspringt,dein westlichsten europäischen Volke, welches nochjenseits der Kineter wohnt, durchströmt die ganzeJuliane von Europa, und überschreitet dann erst dieGrenzen des Seif bischen Landes.
Durch den ßeytritt der eben genannten und vieler 5°andrer Gewässer wird der Ister zum gröftten allerStröme ; während *der Nil, wenn man beyde Flüssean und für sich betrachtet, weit mächtiger ist, weilsich kein einziger Strom, nicht einmal eine Quelle mitihm vereinigt.
Der Grund , weswegen der Ister sich im Sommerund Winter an Gröfte immer gleich bleibt, scheint mirin Folgendem zu liegen. Im Winter bleibt er wie erist, oder schwillt nur wenig ütjer seine gewöhnliche •Gröfte an, weil es in jenen Gegenden während desWinters äufterst wenig regnet, und fast beständig
schneit.