Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
15
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Weiter gegen Norden aber ist das an die Neurer gren-zend« Land, so viel wir wissen, von Menschen öde.So weit reichen die Völker an dem Hipanisshorae18 hinauf westlich vom Boristhenes. Geht man über die-sen letztem Strom, so findet man zuerst Hiläa amMeere gelegen, dann weiter hinauf Scithen, die Acker-bau treiben, und welche die Hellenen am Hipanis,Borislheniter nennen; sie selbst nennen sich Olbiopo-liten. Diese Scithen, die sich mit dem Pfluge beschäf-tigen, wohnen dem sogenannten Fantikapesstrome ent-lang» nur drey Tagereisen weit ostwärts, aber amBorisihenes wohl elf Tagereisen weit nordwärts hin-auf. Lieber diesen liegt ein von Menschen vollkom-men ödes Land. Dann folgen die Androphagen, eineigenes, keineswegs Scithisches Volk. Weiter hinaufist das Land aber würklich, so viel wir wissen, voll-kommen öde, von keinem menschlichen Volke be-wohnt.

19 Geht man hier über den Partikapas, so findet manneben diesen Scithen, die noch das Feld bauen, schonandre, die blos ein Hirtenleben führen, und wedersäen noch ackern; auch findet man in dieser ganzenGegend keinen Baum, ausgenommen in Ililea. DieseNomaden wohnen vierzehn Tagereisen weit hinaufvvärtsam Gerrusstrome.

20 Jenseits des Gerrusstromes liegt das sogenanntekönigliche Scithien, wo man die tapfersten Scithen fin-det. Auch ist dieser Theil des Landes am stärkstenbewohnt, und das Volk selbst sieht die übrigen Stämmewie seine Sklav-en an. Sie grenzen gegen Mittag an