Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
388
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dort die vorzüglichsten Aerzte, so dai's ihn die Aegina-ten im zweyten Jahre mit einem Talente aus demöffentlichen Schatze besoldeten. Im dritten Jahre gabenihm die Athenienser hundert Minen, und Polykratesim vierten zwey Talente. So kam er nach Samus, unddurch diesen Mann gelangten die Krotoniatischen Aerztevorzüglich zu ihrem Ruhme. Denn von der Zeit anerst galten sie für die vorzüglichsten in Hellas, undnach ihnen die Kyreniier, zu der nämlichen Zeit hieltman auch die Arg'aer für die besten Tonkünstler unterden Hellenen.

Jetzt stand Demokedes bey dem Darius in Susansim gröfsten Ansehen. Er hatte ein -prächtiges Haus,er war der Tischgenosse des Königs, und es fehlte ihmnichts, als dai's er nicht nach Hellas zurückkehrendurfte. Auch rettete er durch seine Fürbitte die Aegyp-tischen Aerzte, welche den König vorher behandelthatten, und die dieser ans Kreutz wollte schlagen las-sen, weil sie von einem Hellenischen Arzle wären über-troffen worden, das Leben. Eben so verschaffte erdem Wahrsager aus Elis im Gefolge des Polykrates,der unter den übrigen Sklaven verkommen war, dieFreyheit wieder, und so bewies ihm Darius in allenDingen die gröfste Achtung.

Nicht lange nachher traf es sich, dai's Atossa, diei55Tochter des Cyrus und Gemahlinn des Darius, einenKnoten in eine ihrer Brüsten bekam, der sie äufserstschmerzte und um sich frafs. Sie versteckte ihn einijre

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Zeit aus Schamhaftigkeit und sagte an niemand davon.Erst als es schlimmer ward, Jiefs sie den Demokedes