Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
383
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ger , bliel) Orötes in Sardis und leistete den Persernnicht die mindeste Hülfe, um den Medern die Herr-schaft zu entreifsen. Während jener unruhigen Zeitbrachte er aber den Mitrobat.es, den Statthalter inDaskylus *) um, und litis auch defsen Sohn Kranapestödten. Beyde standen unter den Persern in grofsemAnsehen. Ausserdem Hofs er sich auch noch andreVerbrechen zu schulden kommen",' und unter anderneinen Eilhothen vom Darius , weil er ihm keine an-genehme Nachrichten gebracht hatte , auf dem Rück-wege , durch einige Leute, die er ihm nachschickte,ermorden und den Leichnam sammt dem Pferde bey-i27seite schaffen. Aber sobald Darius zur Herrschaft ge-langt war, heschlofs er den Orötes wegen aller sei-ner Freveltbalen und besonders wegen des Mordesdes Mitrobates und seines Sohnes zu strafen. Dochwollte er nicht gleich, während der Staat nochwankte , im Anfange seiner Tiegierung , ein Heerwider ihn ausschicken, weil er vernommen hatte, dafsdem Orötes eine grofse Macht zu Gebote stände.Denn er hielt tausend Persische Trabanten, und seineStatthalterschaft erstreckte sich über Phrygien, Lydienund lonien. Deswegen fafste Darius folgenden End-schlufs. Er berief die angesehensten Perser zu sichund sprach zu ihnen:Wer von euch, ihr Perser,wird mir eine That durch seine Klugheit allein undohne Mitwürkung der Gewak und Menge ausfüh-ren? Denn, wo es hlofs der Klugheit bedarf, hilftdie Gewalt nichts. Wer von euch wird mir denuuoh*) Der ihm dem Vorwurf wegen Samus gemacht hatte.