Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
381
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Herrn von ganz Hellas machen , und traust flu mei-ßner Aussage nicht, so schicke mir irgend einenMann, zu dem du das gröfste Zutrauen hast, damitich sie diesem zeige."

12g Als Poiykrates diese Worte vernahm , freuete ersich ihrer und willigte ein. Und weil ihn sehr nachden Schätzen verlangte, schickte er zuerst, den Mäan-drius, des Männdrius Sohn, hin, einen Bürger, derihm als Schreiber diente und welcher nicht langenachher das ganze, äufserst sehenswürdige, Geräiheaus den Zimmern des Poiykrates dem Hereum weyhte.Doch Orötes , da er vernahm, dafs der Kundschafternächstens kommen würde, liefs acht Kisten bis aufden äufsersten Rand noch mit Steinen füllen, undwarf über die Steine Gold hin. Dann liefs er die Ki-sten wieder schliefsen und hielt sie bereit, bis Mäan-drius kam , der sie sah, und was er gesellen hatte,

laddem Poiykrates meldete. Da reiste Poiykrates selbsthin , so sehr es ihm auch alle Wahrsager und seineFreunde abriethen , und liefs sich durch folgendesTraumgesicht seiner Tochter nicht einmal abschrecken,Diese glaubte nämlich im Schlafe ihren Vater in dermittlem Luft zu erblicken, wo er von dem Himmelgebadet und von der, Sonne gesalbt wurde. DasMädchen wollte darauf durchaus nicht zugeben , dafsihr Vater aufser Landes gienge, und noch als er schonden Funfzigruderer betrat, erinnerte sie ihn an diesenTraum. Poiykrates drohte ihr, dafs sie noch langeJungfrau bleiben sollte , wenn er glücklich zurück-kehrte. Doch sie bat nur um die Erfüllung dieser