Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
377
Einzelbild herunterladen
 

577

Achtes Kapitel.

ngiiuner von den sieben Münnern, welche sich widerdie Mager empört hallen, mufste um folgender Fre-v elthat willen sterben. Er verlangt nämlich, gleichnachdem Darius König geworden war, mit seinemGebieter zu reden, weil sie es zum Gesetz gemachthatten, alle Theilnehmer an der Verschwörung widerden Mager sollten unangemeldet in den Pallast gehendürfen, ausgenommen dann, wenn der König eine vonseinen Gemahlinnen beschliefe. Nun wollte Intapher-nes, weil er einer von den Sieben war, sich nicht an-melden lassen und so in den Pallast gehen. Aber dieThorwache, und der Botschafter widersetzten sich ihm,weil der König, wie sie sagten, seine Gemahlinn be-schliefe. Intaphernes, der dies für eine Lüge hielt,zog sein Schwerdt und schnitt ihnen Nasen und Oh-ren ab, befestigte diese darauf an den Zaum seinesPferdes, hieng ihn um den Nacken der Unglücklichenund schickte sie so weg.

Diese Leute zeigten sich hierauf dem Könige undsagten ihm, weswegen sie so behandelt worden wä-ren. Da fürchtete Darius, die Sechse möchten dieaauf gemeinschaftliche Verabredung gethan haben. Erliefs sie deshalb jeden einzeln vor sich kommen undforschte sie aus, ob sie das Geschehene billigten. Da