ser diesen Dingen, die den Otanes allein angiengen,wurden sie in Staatssachen miteinander einig, dafs esjedem von den Siebenen erlaubt seyn sollte, wenn siewollten, unangemeldet in den königlichen Palast zugehen, nur dann ausgenommen, wenn der König beyseiner Gemahlinn schliefe; dem Könige sollte es nichterlaubt seyn, aus irgend einem andern Hause als ausdem der Siebenen eine Gemahlinn zu nehmen; undwegen der Uebertragung der Königswürde fafsten siefolgenden Endschlufs : Sio wollten ihre Pferde bestei-gen und vor die Stadt reiten, und derjenige, dessenPferd bey Sonnenaufgang zuerst wiehern würde, dersollte König seyn.
Darius hatte einen Stallknecht, der Oebares hiefs, 55und ein kluger Mann war. Zu diesem sprach er, alssie ,aus einander gegangen waren: „Oebares, wir ha-„ben nntereinander ausgemacht, dafs wir jeder ein„Pferd besteigen wollen, und dafs derjenige König„seyn soll, dessen Pferd bey Sonnenaufgang zuerst„wiehern wird. Ist dir nun irgend eine List bekannt,„so mache, dafs ich und kein andrer diese Würde er-, halte." Oebares antwortete: „Herr, wenn es allein„darauf ankommt, ob du König werden sollst, oder„nicht, so fasse Muth und sey ruhig; denn kein an-„drer soll statt deiner die Herrschaft erlangen: solche„Mittel sind in meiner Gewalt." Darius antwortete:„Weifst du solch einen Kunstgriff, so wende ihn ohne„Verzug an, denn am nächsten Morgen soll der Wett-streit seyn." Als Oebares dies hörte, führte er beyeinbrechender Nacht eine Stute, die der Hengst des