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Nachricht liefs ihm Fhädyme sagen, sie begäbe sich ingrofse Gefahr, wenn sie dies thäte. Denn sollte essich finden, dafs er keine Ohren hätte , und eswürde bekannt, dafs sie darnach gefühlt hätte, sowüfste sie wohl , dafs sie sterben müfste. Dochwollte sie es thun *)
riiädyme, die Tochter des Otanes, unternahm alsodie Aufträge ihres Vaters auszuführen, und als dieReihe an sie kam, zu dem Mager zu kommen **)gieng sie zu ihm und schlief bey ihm. Als er festeingeschlafen war, suchte sie nach seinen Ohren,und es ward ihr leicht und gar nicht schwer zu finden,dafs der Mann keine Ohren hatte. Sobald also derTag anbrach, schickte sie zu ihrem Vater, und liefses ihn wifsen.70 Nun liefs Otanes den Aspathines und den Gobryas,
welche beyde zu den vornehmsten Persern gehörten,und von denen er sich am leichtesten Glauben ver-sprechen konnte , zu sich kommen, und entdeckteihnen die ganze Sache. Sie selbst hatten schon dennämlichen Verdacht geschöpft, und da Otanes ihnennun alles erzählte, glaubten sie ihm, und beschlofsengemeinschaftlich, dafs sie sich jeder einen Mannzugesellen wollten, dem sie am meisten trauten, daführte Otanes den Intaphernes, Gobryas den Megaby-
*) Cyrus, der Sohn des Kambyses, hatte diesem MagerSinerdis, um eines gröfsen Verbrechens willen, dieObren abschneiden lassen.
**) Denn die Perser wechseln mit ihren Weibern der Reihenach um.