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zehn Talente leihen. Da diese ihnen ihre Bitte ab-schlugen, fiengen die Saniier an, das Land zu verwü-sten und -<lie Siphnier eilten auf diese Nachricht her-hey, liefsen sich in ein Treffen ein und wurden ge-schlafen. Ein gföfser Haufe ward durch die 'Samiervon der Stadt abgeschnitten, und sie inufsten dieseDeute um hundert Talente loskaufen.
59 Nun kauften die Samier von den Hermionern dieInsel Hydrea am I'eloponnes, überliefsen sie aber nach-her den Trözeniern und gründeten selbst Cydonia aufKreta. Sie waren eben nicht in dieser Absicht ausge-schifft, sondern sie blieben nur bey Gelegenheit dort,als sie die Zakynthier aus der Insel vertrieben. Dar-auf bewohnten sie diese Stelle fünf Jahre lang, undihr Staat kam bald sehr in Aufnahme, so dafs sie alleTempel und die Kapelle derDiktyna bauten, die man
- jelzo zu Cydonia sieht. Im sechsten Jahre wurden sievon den Aegineten in einer Seeschlacht besiegt, undnebst den übrigen Kretern unterjocht. Diese bracheuvon den Cydonischen Schiffen, die alle mit Schnäbelnversehen waren, die Vordertheile ab und hiengen siein dem Tempel der Athene zu Aegina auf. Dies diä-ten sie wegen eines Grolles, den sie gegen die Sa-mier gefafst hatten, denn diese waren unter ihremKönige Amphikrates zuerst gegen Aegina zu Felde ge-zogen, hatten den Aegineten grofsen Schaden zugefügtund nicht geringeren durch sie erlitten.
60 Ich habe in meiner Erzählung länger bey dem Sa-ndern verweilt, weil sie auf ihrer Insel drey dergröfsten Kunstwerke besitzen, die man bey den Helle-