Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
299
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10 Psammenitus, der Solin des Amasis, schlug in-dessen sein Lager bey der Felusischen Mündung desNils auf, um den Kambyses dort zu erwarten *) und

11 nachdem die Perser die dürre Wüste zurückgelegt hat-ten, lagerten sie sich unfern von den Aegyptern,und rüsteten sich zur Schlacht. Und die AegyptischenIlülfsvölker, die gröfstentheils aus Hellenen und Ka-rern bestanden, ergrimmten über den Phanes, weiler ein fremdes Heer nach Aegypten, geführt halte, undrächten sich an ihm durch folgenden Streich. Sieführten seine Söhne, die er in Aegypten zurückge-lassen hatte, in das Lager und vor das Angesicht desVaters, stellten dann einen grofsen Becher mitten

nähen lieb, in die dürren Gegenden haben fuhren lassen.Dort hätte mau das Wasser in grofsen Behältern, die zudiesem Zwecke gegraben worden, gesammlet und auf-gespart. Von dem Flusse bis in diese Gegenden führt'ein Weg von zwölf Tagereisen, und der König soll dasWasser durch drey verschiedene Röhren dahin geleitethaben.

*) Denn den Amasis selbst fand Kambyses bey seiner An-kunft in Aegypten nicht mehr am Leben. Er war nacheiner Regierung von vier und vierzig Jahren, währenddenen ihm kein einziges grobes Unglück traf, gestorben,und man hatte ihn nach seinem Tode einbalsamirt, undin jenes Grab gelegt, welches er sich selbst m demTempel gebaut hatte. ' Während seiner Regierung sahendie Aegypter etwas ungemein wunderbares. Denn esregnete zu Theben in ihrem Laude, wo es noch nievorher geregnet hatte, und nach der Aussage der The-bäer bis auf meine Zeit nie wieder Regen gesehen ward.Denn es regnet in Über-Aegypten gar nicht; aber da-jpals fiel das Wasser tropfenweise vom Himmel.