Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
294
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Herold nach Aegypten, und hielt um die Tochter desAmasis an, und dieser, den die Macht der Perserdrückte und schreckte, mochte sie ihm weder gebennoch abschlagen. Denn er wulste wohl, dafs Kam-byses sie nicht wie seine Gemahlin, sondern wie eineBeyschläferin, halten wurde. Indem er dies alles über-dachte, warf er seine Augen auf die Nitetis, eineTochter des letzten Königes, A-pries, die sich durchSchönheit und einen schlanken Wuchs auszeichnete,und der einzige noch übrige Sprosse ihres Hauseswar. Dies Mädchen schmückte er mit Gold und herr-lichen Kleidern, und sandte sie so, wie seine eigeneTochter, nach Persien. Aber da sie Kambyses nacheiniger Zeit einmal in einer Umarmung mit ihres Va-ters Namen nannte, sagte sie ihm:Du weifst nicht,dafs Amasis dich hintergangen, und mich dir herrlichgeschmückt, wie seine eigene Tochter zugesandthat; da ich doch in der That Sie Tochter des Apries,,,sei2ifes vorigen Gebieters, bin, wider den er sich mit,,(ien übrigen Aegvntern empörte, und ihn umbrachte.'^Dieses Wort und die Ursache führten den Kambyses,den sie heftig erzürnten, nach Aegyten.

So erzählen die Perser die Sache. Die Aegypter 2hingegen, die den Kambyses ebenfalls zu einem Ae-gypter zu machen wünschen, behaupten, er wäreein Sohn dieser Apria. Denn es wäre Cyrus, nichtKambyses gewesen, der den Amasis um seine Tochterpeboten hätte. Aber das ist falsch.' Denn ist irgendein Volk ruft den Sitten der Perser bekannt, so sindps diß Aegypter gawifs, und sie wissen es daher selbst