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so merkwürdig auch der Tempel in Ephesus, und derin Samus ist, -so kann doch keines von allen Helle-nischen Gebäuden und Kunstwerken, in Ansehungder Gtöfse und des Kostenaufwandes, mit dem La-byrinth verglichen werden. Schon die Pyramiden über-treffen alle Bescbreibung, und können jede einzelnvielen und den gröfsten Hellenischen Kunstwerken andie Seite gesetzt werden, und das Labyrinth über-trifft noch die Pyramiden selbst. Denn dort sind zwölfbedeckte Höfe mit gegeneinander überstehenden Tho-ren; wovon sechse gegen Norden, und sechse gegenSüden liegen. Sie hängen alle zusammen, und vonaufsen umgiebt sie eine Mauer, Die Gemächer, derenman dreytausend zählt, sind von zweyerley Gattung;fünfzehnhundert davon liegen nämlich oberhalb, undfünfzehnhundert unterhalb der Erde. In denen ober-halb der Erde war ich selbst, und beschreibe sie nachder eignen Ansicht; von den unterirrdiscben habe ichmir nur erzählen lassen. Denn die Aegypter, welchedie Aufsicht darüber hatten, wollten sie auf keineWeise zeigen, weil, wie sie behaupteten, die Leich-name der Könige, die das Labyrinth bauen lassen,und die der heiligen Krokodille dort aufbewahrt wür-, den. Dies ist mir von den unterirrdiscben Gemächernerzählt worden, aber die über der Erde, ein beynaheübermenschliches Kunstwerk, sah ich selbst, und tau-sendfältige Bewundrung erregen die Gänge durch dieHöfe, von den Höfen in die Zimmer und Säle, und vondiesen wieder in andre Gemächer, Säle und Höfe. DieDecken sind, wie die Mauern überall von Stein, und die