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Er liefs nämlich keinen Aegypter, der etwas verbro-chen hatte, am Leben strafen, sondern einen jeden,nach Maafsgabe seines Vergehens, Grund an die Stadttragen, in der er wohnte. So wurden die Städte, dieschon Sesostris durch die nämlichen Leute, die dieKanäle gegraben hatten, aufdämmen liefs, noch um vie-les erhöht. Unter allen Städten, die auf diese Weiseaufgedämmt wurden, erhielt aber, glaube ich, keineeine solche Höhe wie Bubastis, in welcher sich auchder äufserst merkwürdige Tempel der Bubastis, die dieHellenen Artemis nennen, befindet. Man sieht zwarmanche gröfsere und reichere Tempel, aber keiner ge-währt dem Auge einen schönern Anblick als dieser. —*38Er ist bis auf den Eingang noch ganz von Wasser um-flossen ; denn es umgeben ihn zwey Kanäle, die keineGemeinschaft miteinander haben, und wovon jeder,der eine, auf dieser, der andre auf jener Seite, bis anden Eingang reichen. Sie sind beyde hundert Fufsbreit, und von Bäumen umschattet. Der Eingang istzehn Orgien, und mit sehenswerthen sechs Fufs hohenBildsäulen geschmückt. Dieser Tempel liegt in derMitte der Stadt, und fällt von allen Seiten umher insGesicht; denn weil er blieb wie er war, als die übrigeStadt aufgedämmt ward, so hat man nun auf allen Seitendie freye Aussicht auf ihn hinab. Er ist von einerMauer umgeben-, auf der man eingehauene Bilder sieht,und in deren Umfan°- ein Hain von ausserordentlich
nhohen Bäumen die Kapelle umschattet, in welcher die
Bildsäule der Gottheit steht. Die Länge und Breite
des Tempels beträgt auf jeder Seite eine Sladie. Von
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