Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
226
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ren können, so werden sie dann von dem Lande ausgezogen. Auch Stromabwärts segelt man, alier aufeine ganz eigene Weise, vermittelst eines aus Ginsterund Schilfrohr verfertigten Flechtwerks, welches aneinem Seile vom Vordertheile des Schiffes herabhängt,und eines durchbohrten, ungefähr zwey Talente schwe-len Steines, der an einem andern Seile vom Hinter-theile herabhängt. Das Flechtwerk giebt dem daraufstürzenden Wasser nach und bringt die Baris, denn soheifsen diese Fahrzeuge, weiter, während der Stein aufdem Grunde von hintenher zieht und sie lenkt. Manhat diese Schiffe in grofser Menge, und-mehrere führenviele tausend Talente.

Wenn der Nil das Land überschwemmt, ragen die 97Städte allein über dem Wasser hervor, und gewährendann einen ähnlichen Anblick, wie die Inseln im Aegäi-schen Meere. Denn ganz Aegypten stellt dann nurein einziges grofses Meer dar, und die Städte alleinstehen über dem Wasser. Man schifft zu' dieser Zeitnicht in dem Bette des Flusses, sondern mitten überdie Fluren weg, so dafs man, wenn man von Naukra-tis nach Memphis fährt, neben den l'iramiden vorbeykommt, da man sonst um die Spitze des Delta herum,und neben Kerkasorus hinsegeln mufs. Schifft man,vom Meere und Kanobus aus, über die Fluren nachNaukratis, so kommt; man auf dieser Fahrt nach An-thylla und Archandrus, wovon die eine, Anthylla, eine 93beträchtliche Stadt ist, und seitdem Aegypten unterTersicher Oberherrschaft steht, die Frau des jedesma-ligen Königes mit Sohlen versehen mufs. Die andre