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Hände bis auf die Knie fallen, dies hat kein Helleni-sches Volk mit ihnen gemein.
8' Sie kleiden sich in leinene Gewände, die um die
Beine her gefrangt sind, und die sie Kalasiris nennen.Daiüber werfen sie weifse wollene Kleider, worin sieaber keinen Tempel betreten, und auch nicht begrabenwerden, weil dies für unerlaubt gehalten wird. Siehaben dies mit den Eingeweihten in die Orphischen,Bachischen und "Pythagoreischen Orgien, wovon diebeyden ersteren Aegyptischen Ursprunges sind, ge-mein; denn auch diese dürfen nicht in wollenen Klei-dern begraben werden, wie dies mit mehrerem aus derLegende erhellt.
8a Den Aepyptern gehört unter 'andern auch die Er-
findung an: dafs jeder einzelne Monat und Tag irgendeinem Gotte geweiht ist, und die Bestimmung, welcherKörperbeschaffenheit einer dem Tage zufolge, an demer geboren ist, seyn werde, was für ein Schicksal erhaben, und welches Todes er deswegen sterben werde,wie dies die Hellenen auch schon in Gedichten besun-gen haben. — Sie sehen mehr Wunderzeichen, wie alleübrigen Völker der Erde zusammengenommen. Dennträgt sich irgend etwas sonderbares zu, so schreibensie gleich den Erfolg auf, und geschieht nachher ein-mal etwas ähnliches, so glauben sie, es werde ein glei-ches Ende nehmen.
3 3 Die Wahrsagerkunst ist bey ihnen keifte Sache,
womit sich Menschen beschäftigen, sondern sie liegtallein einigen Göttern ob. So haben sie ein Orakel desHerakles, Apollon, Ares, Dis, der Athene, der Arte-