Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
215
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Viertes Kapitel.

77 Oo weit von den heiligen Thieren! Von den Aegypternselbst, sind diejenigen, die das angebaute Land bewoh-nen, und die ihr Gedächtnifs mehr wie alle übrigeMenschen zu schärfen suchen, nach meiner Erfahrungbey weitem die klügeren. In ihrer Lebensart istdies besonders merkwürdig, dafs sie in jedem Monatedrey Tage hinter einander Abführungsmittel nehmen,und so durch Ausleerungen und Klystiere ihre Gesund-heit erjagen, weil sie glauben, dafs bey den Menschenalle Krankheiten von den genossenen Nahrungsmittelherrühren. Auch sind die Aegypfcef nach den Libyerndie gesundesten Menschen und zwar, wie ich glaube,weil sie keinen Wechsel der Jahrszeiten kennen. Dennbey den Wittrungsveräridrungen werden die Menschenvorzüglich von Krankheiten befallen, und am meistenbey dem Wechsel der Jahrszeiten. Sie essen Brod,welches sie von Roggenmehl backen, und Kyllestisnennen. Den Wein, den sie gewöhnlich trinken,machen sie aus Gerste; denn Reben haben sie nicht imLande. Die Fische essen sie zum Tbeil an derSonne getrocknet, roh, zum Theil salzen sie sie ein.Eben so salzen sie die Wachteln, Enten und andrekleinere Vögel ein, um sie nachher roh zu essen. Alleübrige Vögel und Fische, die sie nicht für heilig hal-ten, essen sie gebraten und gekocht.