Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
213
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rdthe Federn, und ohngefähr die Höhe und den Um-fang von einem Adler. Man erzählt von ihm folgen-des , was ich nicht glauben kann. Er umwickeltenämlich den Körper seines Vaters mit Myrrhen, brächteihn so aus Arabien in den Tempel der Sonne , undbegrübe ihn dort. Dazu machte er erst ein Ey ausMyrrhen, so schwer, wie er es nur tragen könnte,und versuchte dann, ob er es wegbringen könnte.Wäre er im Stande, es aufzuheben, so höhlte er es aus,legte seinen Vater hinein, machte dann die Oeffnung,wodurch er den Leichnam hineingeschoben hätte, mitandern Myrrhen wieder zu, und brächte so diese Last,die eben so schwer wöge wie zuvor, in den Tempelder Sonne.

74 In der Gegend von Theben giebt es heilige Schlan-gen, die den Menschen kein Leid zufügen. Sie sindklein und haben auf der Spitze dta Kopfes zwey Hör-ner. Sterben sie, so werden sie im Tempel des Disbegraben, weil sie dieser Gottheit geheiligt sind,

75 Unfern der Stadt Eutos liegt in Arabien ein Ort,wohin ich gieng, um Nachrichten über die geflügeltenSchlangen einzuziehen. Bey meiner Ankunft dort sahich eine unzählige Menge von Schlangen-Knochen undGeribben in viele gröfsern und kleinern Haufen über-einander gelhürmt, liegen. Der Ort, wo sie lagen,ist der Ausgang eines engen Thaies in jenes gvofseFeld, welches hier an die Aegyptischen Ebnen grenzt.Man erzählt: diese Schlangen flögen zu Anfang desFrühlings aus Arabien nach Aegypten zu; dann kämenihnen die Ibis, in diesem engen l'afse entgegen , ver-