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Drittes Kapitel.
Unter den vielen heiligen Gebräuchen, auf welche 65die Ae°ypter mit Strenge halten, sind auch diejeni-gen, die sie gegen alle Thiere in ihrem Lande beob-achten", obgleich deren Anzahl, der Nähe von Libyenungeachtet , nicht sehr beträchtlich ist. Sie hakenalle, welche sie haben, für heilig, und sie wohnentheils mit den Menschen zusammen , zum Theil auch
n i c bt. __ Wollte ich sagen, warum man sie für heilig
hält, so müfste ich mich auf Religionssachen einlassen,was ich in meiner Erzählung so viel wie möglich ver-meide; denn da, wo ich sie berührt habe, war ichnothwendig dazu gezwungen, — In Betreff dieserThiere besteht folgende Einrichtung. Lieber jede be-sondre Art sind männliche und weibliche Verpflegergesetzt, deren Amt sich vom Vater auf den Sohn fort-erbt. In den Städten vollbringt man diesen Thierendie Gelübde auf folgende Weise. Man ruft, den Gottan, dem das Thier geweiht ist, beschert seinen Kin-dern den ganzen, oder halben, oder nur den drittenTheil ihres Kopfes, wägt die Ilaare gegen Silber aufund gieht, was es wiegt, der Warterinn des Thieres.Diese zerschneidet Fische dafür , und reicht sie demThiere, zur Speise; denn dies ist auch die Nahrung,die ihnen zugewiesen ist. — Wer eins von diesenThieren vorsätzlich tödtet, wird am Leben gestraft;
geschieht