2o6
Nach der Stadt, des Helios und nach Butos gehen^Ssie blos, um Opfer darzubringen; aber zu l'apremisbeobachten sie aufser den Opfern, so wie an andernOrten, andre heilige Gebräuche. Wenn die Sonnesich zum Untergänge neigt , beschäftigen sich nur we-nige Priester mit der Bildsäule des Gottes und dieübrigen stellen sich mit hölzernen Keulen bewafnetan den Eingang des Tempels, wahrend andre Männer,die die Gelübde vollbracht haben, über tausend an»der Zahl, und ebenfalls mit Keulen bewafnet, ihnengegenüber stehen. Die Bildsäule wird am vorherge-henden Tage in einer kleinen, vergoldeten, hölzernenKauelle an einen andern heiligen Ort gebracht, undnun führen sie die wenigen, die dabey zurückgelassensind, in ihrer Kapelle auf einem viexräderigen Wagenzurück. Aber diejenigen, die am Eingange des Tem-pels stehen, verwehren ihnen den Zutritt, indefsendie andern, die das Gelübde vollbracht haben, demGotte beystehen und jene schlagen. Da entsteht dannein heftiger Kampf mit den Keulen , sie zerschlagensich die Köpfe, und viele sterben, glaube ich, an ihrenWunden, obgleich die Aegypter behaupten, es kämeniemand dabey ums Leben.
Die Eingebornen wollen wifsen, dafs dieses Fest 64folgendem Ereignifse seine Entstehnng verdankte. Indiesem Tempel, sagen sie, wohne die Mutter desAres und als dieser einmal, nachdem er in der Fremdeerzogen worden, als Mann zurück gekommen wäre,-hätte er begehrt, seine Mutter zu beschlafen. DieDienerschaft, diej ihn nie vorher gesehen gehabt,