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1 (1799)
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Das Orakel zu Theben in Aegypten und das zu 58Dodona, sind einander sehr ahnlich, und das Wahrsa-gen der Priester stammt auch aus Aegypten her. Denndie Aegypter hatten zuerst die grofsen Versammlungenbey den Opferfesten, die festlichen Züge und das Vor-führen der Gottheiten, und von ihnen lernten es erstdie Hellenen wie man dies auch daraus sieht, dafs jenediese Gebräuche schon seit langer Zeit geübt zu habenscheinen, während sie bey den Hellenen erst neuerlicheingeführt worden sind.

Bey den Aegyptern finden die grofsen Versamm- 59lungen nicht, nur einmal, sondern häufig im Verlaufedes Jahres statt; vorzüglich und am eifrigsten zu Buba-stis beym Feste der Artemis, und in der Stadt Busirisbeym Feste der Isis,, welche in Hellenischer SpracheDemeter heifst; denn zu Busiris ist der gröfste Tem-pel der Isis. Drittens kommen sie auch in Sais zuEhren der Athene zusammen, viertens in Heliujaolis,der Sonne, fünftens in Butos der Lato, und sechstensin Tapremis dem Ares zu Ehren.

Wenn sie nach Bubastis ziehen, schiffen Männer 60und Weiber auf den Fahrzeugen vermischt in unzähli-ger Menge den Strom hinab. Dabey schlägt ein Theilder Weiber die Krolalen, während Männer die Flöteblasen, und die übrigen Männer und Weiber singenund klatschen in die Hände. Kommen sie auf ihrerFahrt den Flufs hinunter, an eine Stadt, so landen sie,und während ein Theil der Weiber ihre Musik fort-setzen, gehen die übrigen in die Stadt, schimpfen dieWeiber darin aus, tanzen und entblöfsen durch Aufhe-