Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
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196
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mit ihnen hatte, wie lange es her sey, dafs dieserTempel gebaut worden wäre, und fand, dafs auch ihreAussage keineswegs mit der Meinung der Hellenenübereinstimmt: denn sie sagten, er wirre gleich beyder Gründung der Stadt errichtet worden, und schonzählt man zweytausend dreyhundert Jahre seit der Er-bauung von Tyrus. Ich sah noch einen andern Tem-pel des Herakles in Tyrus, der den Zunamen Thasiusführte, und gieng nach Thasus, wo ich einen Tempeldes Herakles fand, der von jenen Phöniciern erbautworden war, die auf ihrer Fahrt zur Aufsuchung derEuropa, Thasus gründeten, und anch dies hatte sichnoch fünf Menschenalter vor der Geburt des Herakles,des Sohnes des Amphitryon, in I Hellas zugetragen.Deswegen glaube ich, handeln die Hellenen sehr recht,wenn sie dem Herakles, der den Zunamen Olympiusführt, wie einem der Unsterblichen, opfern und denändern wie einen Heros verehren.

Unter manchen andern unüberlegten Dingen, die 45die Hellenen schwatzen, tragen sie sich auch mit eineralbernen Fabel über den Herakles, als ob ihn dieAegypter bey seiner Ankunft in ihrem Lande bekränzt,und in einem grofsen Zuge umher geführt hätten, umihn dem Dis zu opfern. Eine Zeitlang wäre er ruhiggeblieben, aber da sie vor dem Altare das Opfer begon-nen hätten, hätte er seine Zuflucht zur Stärke genom-men, und sie alle umgebracht. Wenn die Hellenendies erzählen, scheinen sie mir mit den Sitten derAegypter ganz unbekannt zu seyn. Denn wie sollten-sie, die aufser reinen Schweinen, Ochsen, Kälbern und